Maksim Mur’ye

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Corporate Blog am Beispiel Daimler

Im Rahmen der Veranstaltung “Digitale Kommunikation” an der TU Ilmenau sollen wir ein Kurzexposé zu einem digitalen Kommunikationsangebot erstellen. Inspiriert durch den Artikel von Thomas Pleil möchte ich mich mit dem Thema “Corporate Blogs” beschäftigen, da es sich um ein wahrlich unerforschtes Gebiet handelt. Es wird nämlich bei den großen Unternehmen kaum gebloggt und die Blogs, die tatsächlich zu existieren scheinen, stellen meistens einen Informationskanal und keinen Kommunikationskanal dar und ermöglichen somit keinen echten digitalsozialen Austausch, im Prinzip sind es keine Blogs, sondern uninteressante digitalisierte Pressemitteilungen. Es stellt sich natürlich die Frage: wie soll ein Corporate Blog aussehen und welche Inhalte soll dieser transportieren? Wer soll dahinter stehen, wen würde der Nutzer, der sich für ein Unternehmen interessiert, als Autor erwarten? Weiterlesen »

World Usability Day in Berlin

Heute nahm ich an  de Veranstaltung “Word Usability Day” in Berlin teil. Dort habe ich bei drei Vorträgen zugehört und bei einem Workshop mitgemacht.

Joy of Use: Wenn Usability Spaß macht
von Klaus Cloppenburg (interactive tools, Berlin)

Beim ersten Vortrag ging es um verschiedene Kriterien zur Erstellen eines Online-Produktes im Hinblick auf die Akzeptanz dieser durch den Nutzer. Solche Kriterien wie Haptik, Inszenierung, Emotionalität usw. wurden besprochen. Hauptsächlich ging es darum, wie ein konkretes Unternehmen (interactive tools) seine Projekte realisiert. Leider konnte ich da nicht groß mitschreiben, da meine Batterie sofort den Geist aufgegeben hat und ich kein Heft zum mitschreiben dabei hatte. Grundsätzlich war dieses Thema noch am nähsten an “Usability” angeknüpft, etwas neues habe ich allerdings nicht erfahren, da es lediglich um die Methodik der Entwicklung ging, die sowieso in jedem Unternehmen verankert sein sollte.

Beyond Usability – User Experience Co-Creation statt Usability-Testing!
Steffen Hück (HYVE, München)

Der zweite Vortrag gab den Überblick über Tools und Methoden, das Wissen und die Ideen der Experten-Nutzer herauszufiltern und anzuwenden, kurzum - Kundenintegrationsforschung. Das war ein interessanterer Vortrag, da man ein Bisschen hinter die Kulissen eines Unternehmens schauen konnte, das die Kunden noch vor der Konzeption eines Produktes miteinbezieht, dazu auch noch ohne deren Wissen :) Es werden Foren und Blogs duchsucht, bei denen die Nutzer ihre Meinungen zu bestimmten Produkten abgeben. Die Ideen der Kunden fließen dann in die Konzeption mit ein. Zurecht wurde darauf verwiesen, dass nur die wenigen Kunden aktiv im Internet sind, anderseits machen sich gerade diese Kunden Gedanken über das Konsumgut. Es hat mir ganz gut gefallen, ein Ansatz, den man ruhig weiterverfolgen kann.

User Journeys: Wie surfen Nutzer heutzutage im Internet?
von Jürgen Kiefer, Sabrina Duda, Michael Schießl (eye square, Berlin)

Das Unternehmen eye square analysiert auf psychologischer Basis das Verhalten der Nutzer, was sich ja doch interresant anhört, da ich diesen Ansatz grundsätzlich beinah besser finde, als die subjektive Bewertung der Nutzer. Es fing auch sehr heiter an, endete leider im mathematischen Beweis mithilfe grafisch aufbereiteter Statistikwerte, dass die meisten Nutzer (80%) soziale Netze statt statische Seiten besuchen und durchschnittlich 2 Minuten auf diesen verbringen. Die meiste Zeit verbringen die Nutzer allerdings auf Online-Banking Seiten. Mir fehlte dazu eine klare Aussage, was wir mit diesem Beweis nun anfangen sollen. Verschiedene Seiten haben unterschiedliche Funktionen und sollten nicht gleich mit “web 2.0″ aufgezogen werden. Desweiteren gab es den “Beweis”, dass Blogs recht wenig benutzt werden. Der Vortragende wurde vom Moderator, der wohl selbst ein militanter Blogger war, ziemlich heftig angefahren und musste schließlich zugeben, dass die RSS-Nutzung nicht berücksicht war. Insgesamt war der Vortrag recht unkonkret und die Forschungsbasis nicht ganz so genau.

Workshop: Vom Whiteboard zum Klick-Dummy – Konsistente Konzeption ohne Programmierung
von E. Reitmayr (PhaseZero), T. Truppel (RapidRabb.it)

Es hat etwas gedauert, bis das Workshop ging es um Whiteboard vs. Klick-Dummy. Man hat uns in ein paar Gruppen geteilt und ich habe mich schon darauf gefreut, mich ein paar unbekannte Leuten mal schnell was selber zu basteln, es ging aber letztes Endes dann leider doch um die Präsentation der Möglichkeit von einem Rapid Prototyping Tool * und um dessen Vergleich mit einem Whiteboard **. Die einzige Funktion der Teilnehmer war es, gemeinsam eine Schnellkonzeption eines Upload-Tools zu erstellen, was sich aber als ein kleines Deasaster herausgestellt hat. Habt ihr schon mal versucht mit 20 Leuten eine kleine Konzeption zu erstellen? Von technischer  Ahnungslosigkeit einiger Teilnehmer war ich wirklich sehr überrascht. Die wichtigsten Eckpunkte, die dabei festgestellt wurden:

Ein Whiteboard ist …

  • … für schnelle Ideen gut geeignet
  • … emotionaler
  • … bei der Ideenentwicklung schneller, bei der Weiterentwicklung unkomfortabler

Ein Rapid Prototyping Tool …

  • … ist für die Ausarbeitung des Klick-Dummys gut geeignet, da Verknüfungen zwischen Seiten möglich sind und diverse elemente schnell einsetzbar sind
  • … komfortabler für die Weiterentwicklung der Idee
  • … kann auch beim Kunden vorgestellt werden, die ersten Ideenergebnisse können damit realisiert werden

Als ein Tutorial ins RapidRabb.it (ich kann das immer noch nicht am Stück aussprechen) war die Veranstaltung ganz OK, so muss ich mich nicht mehr mit der Dokumentation beschäftigen und habe das Prinzip auch sofort verstanden. Das Tool werde ich ganz gewiss noch dauerhaft testen.

Fazit: die Veranstaltung hat mich nicht umgehauen. Das lag weniger an der Organisation, sondern an der Art der Vorträge. Viele hatten mit der Usability an sich nur wenig zu tun und aber auch diese Vorträge waren zu “akademisch-theoretisch” und enthielten wenige “praktikabel-konkrete” Beispiele. Es war dennoch nett ein paar bekannte Gesichter wieder zu treffen und einige neue Bekanntschaften waren auch drin. ich bin gespannt, wie es nächstes Mal wird.

* Rapid Prototyping ist ein Verfahren zur schnellen Umsetzung von Produkten (hier: Online-Produkte) zu Testzwecken.

** Ein Whiteboard, auch Weißwandtafel oder weiße Tafel genannt, ist eine Weiterentwicklung der nur mit Schulkreide beschreibbaren Schultafel bzw. Wandtafel (wiki).

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